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Die Lage in Hamm

Nordrhein-Westfalen hat ein Wohnraumschutz-Gesetz auf Landesebene; aktuell, nach unserem Kenntnisstand, hat Hamm keine eigene kommunale Satzung — es greift das Landesrecht neben den bundesrechtlichen Regeln (§ 535, § 553 BGB).

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Als Eigentümer deine Wohnung in Hamm komplett über Airbnb vermieten

Das geht
Eine komplette Wohnung in Hamm darfst du auch über Airbnb oder Booking anbieten, weil die Stadt bisher keine Zweckentfremdungssatzung nach § 12 WohnStG NRW erlassen hat. Anders als in Köln, Dortmund oder Düsseldorf gibt es deshalb keine kommunale Anzeigepflicht. Denk trotzdem an den besonderen Beherbergungsmeldeschein nach §§ 29, 30 BMG für ausländische Gäste (seit dem 01.01.2025 nur noch für Gäste ohne deutsche Staatsangehörigkeit) und prüfe die Anmeldung als Gewerbe ab regelmäßiger Tourismusvermietung. Als Eigentümer entscheidest du selbst — niemand muss dir die Vermietung privat erlauben. Gehört deine Wohnung aber zu einer Eigentümergemeinschaft, prüfe vor dem ersten Inserat Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung: Grundsätzlich darfst du dein Sondereigentum auch kurzzeitig an wechselnde Gäste vermieten, soweit nicht das Gesetz entgegensteht (§ 13 Abs. 1 WEG), und ein nachträgliches Verbot der Kurzzeitvermietung braucht die Zustimmung aller Eigentümer, nicht nur eine Mehrheit (BGH, Urteil vom 12.04.2019 – V ZR 112/18). Deine Einnahmen trägst du als Vermietungseinkünfte in die Anlage V deiner Einkommensteuererklärung ein. Kläre außerdem die Umsatzsteuer: Kurzzeitvermietung ist mit 7 % steuerpflichtig — bleibst du mit deinem Gesamtumsatz bei höchstens 25.000 € im Vorjahr und höchstens 100.000 € im laufenden Jahr, greift die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) und die Umsatzsteuer entfällt.
Beachten
Seit dem 20.05.2026 übermitteln Plattformen nach der EU-Verordnung 2024/1028 Anbieter- und Umsatzdaten standardisiert an die Behörden. Eine eigene kommunale Registriernummer ist in Hamm mangels Registrierungsverfahren aber nicht nötig. Rechne damit, dass deine Einnahmen sichtbar sind: Airbnb & Co. müssen deine Umsätze jedes Jahr bis zum 31. Januar an das Bundeszentralamt für Steuern melden (PStTG, die deutsche DAC7-Umsetzung) — unversteuerte Einnahmen fallen auf.
Achtung
Übergehe ein Kurzzeitvermietungs-Verbot in Teilungserklärung oder Gemeinschaftsordnung nicht — die Eigentümergemeinschaft kann Unterlassung von dir verlangen und durchsetzen.

Letzte Sichtung am 05.07.2026 · Quelle: WohnStG NRW § 17

Welche Gesetze gelten?

Bundesrecht setzt den Rahmen, Landesrecht konkretisiert, Kommunen vollziehen.