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Die Lage in Würzburg

Bayern hat ein Wohnraumschutz-Gesetz auf Landesebene; aktuell, nach unserem Kenntnisstand, hat Würzburg keine eigene kommunale Satzung — es greift das Landesrecht neben den bundesrechtlichen Regeln (§ 535, § 553 BGB).

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Als Eigentümer deine Wohnung in Würzburg komplett über Airbnb vermieten

Das geht
Würzburg hat sich bislang bewusst gegen eine Zweckentfremdungssatzung entschieden — anders als München, Nürnberg, Regensburg oder Erlangen. Eine ganze Wohnung über Airbnb für wechselnde Gäste anzubieten ist deshalb nicht über Art. 1 BayZwEWG verboten, du brauchst keine Registriernummer. Trotzdem: Sprich mit der Bauaufsicht in der Veitshöchheimer Straße, bevor du startest. Wenn die Wohnung dauerhaft und ausschließlich an Touristen geht, kann die Bauaufsicht eine Nutzungsänderung nach Art. 57 BayBO verlangen — eine Bauvoranfrage gibt dir hier Rechtssicherheit. Als Eigentümer entscheidest du selbst — niemand muss dir die Vermietung privat erlauben. Gehört deine Wohnung aber zu einer Eigentümergemeinschaft, prüfe vor dem ersten Inserat Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung: Grundsätzlich darfst du dein Sondereigentum auch kurzzeitig an wechselnde Gäste vermieten, soweit nicht das Gesetz entgegensteht (§ 13 Abs. 1 WEG), und ein nachträgliches Verbot der Kurzzeitvermietung braucht die Zustimmung aller Eigentümer, nicht nur eine Mehrheit (BGH, Urteil vom 12.04.2019 – V ZR 112/18). Deine Einnahmen trägst du als Vermietungseinkünfte in die Anlage V deiner Einkommensteuererklärung ein. Kläre außerdem die Umsatzsteuer: Kurzzeitvermietung ist mit 7 % steuerpflichtig — bleibst du mit deinem Gesamtumsatz bei höchstens 25.000 € im Vorjahr und höchstens 100.000 € im laufenden Jahr, greift die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) und die Umsatzsteuer entfällt. In Würzburg ist uns keine Zweckentfremdungssatzung bekannt (Stand 07/2026) — nach unserem Stand besteht damit keine kommunale Genehmigungspflicht und kein kommunales Bußgeld. Bayern führt kein zentrales Satzungs-Verzeichnis; im Zweifel kurz bei der Stadt nachfragen.
Beachten
Vermiete nicht ohne saubere Steuer-Anmeldung — die ab Mai 2026 wirksame Plattform-Datenweitergabe nach EU-Verordnung 2024/1028 macht Inserate für die Finanzverwaltung sichtbar. Rechne damit, dass deine Einnahmen sichtbar sind: Airbnb & Co. müssen deine Umsätze jedes Jahr bis zum 31. Januar an das Bundeszentralamt für Steuern melden (PStTG, die deutsche DAC7-Umsetzung) — unversteuerte Einnahmen fallen auf.
Achtung
Eine dauerhafte gewerbliche Nutzung statt Wohnen kann allenfalls baurechtlich relevant sein (Nutzungsänderung). Übergehe ein Kurzzeitvermietungs-Verbot in Teilungserklärung oder Gemeinschaftsordnung nicht — die Eigentümergemeinschaft kann Unterlassung von dir verlangen und durchsetzen.

Letzte Sichtung am 02.07.2026 · Quelle: Art. 1 BayZwEWG

Welche Gesetze gelten?

Bundesrecht setzt den Rahmen, Landesrecht konkretisiert, Kommunen vollziehen.